Fotobericht Frühjahr 2026
- kaneladeutschland
- 24. März
- 4 Min. Lesezeit


Liebe Freunde im Herrn,
herzliche Grüße zu Beginn des Frühlings! Ich hoffe sehr, dass Sie das neue Jahr 2026 gut begonnen haben. Möge der Herr Ihnen in diesen ersten Wochen schon viele kleine, aber spürbare Segnungen geschenkt haben – sei es durch ein gutes Gespräch, eine unerwartete Hilfe oder einfach die stille Gewissheit Seiner Nähe im Alltag.
Bei uns hier war der Jahreswechsel – wie so oft – mit viel Arbeit verbunden. Für mich sind die Weihnachtsferien immer ein guter Augenblick, um zu analysieren und zu planen. Vor allem in Mexiko sind die Weihnachtsferien sehr lang, und ich genieße die Gelegenheit, in Ruhe nach- und vorauszudenken.
In meinem letzten Brief hatte ich Ihnen versprochen, ausführlicher über unsere landwirtschaftlichen Bemühungen im Nordwesten Mexikos zu berichten. Leider muss ich mitteilen, dass die Lage dort nach wie vor sehr schwierig bleibt. Wie viele von Ihnen sicher bereits aus den Nachrichten wissen, leidet dieses Land unter einer anhaltenden Welle kartellbedingter Gewalt. Besonders hart trifft es gerade die Regionen im Nordwesten. Hinzu kommt eine spürbare wirtschaftliche Stagnation, die viele Familien noch härter trifft und jede Planung erschwert. Unser Farmprojekt liegt ausgerechnet in einem der am stärksten von diesen Auseinandersetzungen gezeichneten Gebiete. Die Fortschritte, die wir uns erhofft hatten – Bewässerungssysteme, neue Anbauflächen, Schulungen für die Bauern –, sind dadurch fast zum Stillstand gekommen. Im Augenblick konzentrieren wir uns darauf, mit kleinem Subsistenzanbau das Nötigste für die Menschen vor Ort zu sichern und das Projekt überhaupt am Leben zu erhalten. Es geht vor allem darum, nicht aufzugeben und den Familien wenigstens ein wenig Hoffnung zu bewahren.
Es ist herzzerreißend zu sehen, wie die einfachen Leute – oft Familien mit kleinen Kindern – zwischen den Interessen größerer Mächte zerrieben werden. Viele von ihnen haben uns in den letzten Monaten von ihrer Angst, aber auch von ihrem unerschütterlichen Vertrauen auf Gott erzählt. Bitte bewahren Sie dieses kleine, aber so wichtige Vorhaben in Ihrem Gebet – und vor allem die armen Menschen dort, die oft ohne eigene Schuld in diese Not geraten sind. Wir vertrauen darauf, dass der Herr auch in dieser Dunkelheit einen Weg bahnt und dass Er uns die Kraft schenkt, treu auszuharren.
Umso mehr freut es mich, Ihnen auf der anderen Seite erfreuliche Nachrichten aus Afrika überbringen zu können. Die Glaubensschule blüht und wächst weiter, besonders in Südostafrika. Inzwischen haben in mehreren neuen Diözesen Tansanias die Kurse begonnen, und auch in der Republik Südafrika konnten wir – nach den ersten Schritten im vergangenen Jahr – nun richtig Fuß fassen. Die Begeisterung der Teilnehmer ist ansteckend; viele kommen mit weiten Wegen und großen Opfern, nur um tiefer in den Glauben einzutauchen. Besonders bewegend ist für mich die Nachricht aus Nigeria: Dort im Westen Afrikas stehen über 30 Studierende kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung. Wenn sie in Kürze als ausgebildete Katecheten und Religionslehrer in ihre Gemeinden zurückkehren, werden sie einen großen Dienst am Aufbau des Glaubens leisten können – gerade in Gegenden, wo der Hunger nach solider Glaubensunterweisung groß ist. Deo gratias!
Auch unser Projekt zur Unterstützung armer Priester trägt weiter gute Früchte. Derzeit dürfen wir bereits elf Priestern monatlich mit einer kleinen, aber regelmäßigen Hilfe unter die Arme greifen. Diese Unterstützung ermöglicht es ihnen, sich ganz ihrem priesterlichen Dienst zu widmen, ohne von existenziellen Sorgen erdrückt zu werden. Wir haben noch viele weitere Bitten auf dem Tisch – oft von jungen Priestern in entlegenen Dörfern oder in Krisengebieten – und hoffen sehr, dass der Herr uns durch die Großzügigkeit guter Menschen erlaubt, das Programm in den kommenden Monaten auf weitere Priester auszuweiten.
In diesem Zusammenhang möchte ich Sie herzlich bitten, einmal einen Blick auf unsere YouTube-Videos zu werfen. Die Kampagne läuft nun schon einige Zeit, und wir bewegen uns langsam, aber stetig die Lernkurve hinauf. Es ist uns gelungen, über diese Kanäle bereits einige neue Wohltäter im deutschsprachigen Raum zu erreichen – ein kleiner, aber ermutigender Anfang. Die Videos finden Sie – wie immer – über die QR-Codes im beigefügten Fotobericht. Schauen Sie sie sich gerne an, geben Sie uns Ihr Feedback, vor allem aber: teilen Sie sie bitte mit Freunden, Bekannten und anderen Katholiken, die sich vielleicht für unsere Arbeit interessieren könnten. Jede Weiterleitung ist eine große Hilfe und öffnet Türen, die wir allein nicht erreichen könnten!
Ein herzliches Vergelt’s Gott möchte ich schließlich all jenen sagen, die unsere Notkampagne für Padre Pablo unterstützt haben. Das Pfarrhaus ist inzwischen regendicht gemacht und die durch mehrere Erdbeben entstandenen baulichen Schäden so weit stabilisiert, dass es wieder sicher bewohnbar ist. Padre Pablo hat uns kürzlich geschrieben, wie dankbar er ist und wie sehr die Menschen in seinem Viertel nun wieder Hoffnung schöpfen. Was für eine Erleichterung – für ihn und für die vielen, die er täglich betreut! Ohne Ihre rasche und großherzige Hilfe wäre dies nicht möglich gewesen.
Liebe Freunde, Ihre Treue, Ihre Gebete und Ihre Großzügigkeit sind für uns ein echter Halt und eine ständige Ermutigung. Wir wissen, dass vieles nur durch Sie und durch den Segen Gottes möglich wird. Von Herzen danke ich Ihnen dafür.
Sowohl ich als auch alle, mit denen wir zusammenarbeiten – die Priester, die Katecheten, die Familien auf dem Land, die Schwestern und Brüder in Afrika – beten für Sie, für Ihre Familien und für alle Ihre Anliegen. Möge der Herr Sie reich segnen und Ihnen in diesem neuen Jahr viele Gnaden schenken.
Ihr
Father Robert




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