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September 2026

Aktualisiert: 4. Aug.


Liebe Freunde im Herrn,

 

endlich freue ich mich, einen richtigen Fotobericht schicken zu können! Im Juni habe ich meinem letzten Rundbrief aus Zeitmangel keinen Fotobericht beigefügt. Das wollte ich diesmal unbedingt nachholen. Mehr noch: Im Fotobericht selbst finden Sie Brief einen QR-Code, über den Sie viele, viele weitere Fotos von der Glaubensschule („The School of the Faith“) in Afrika ansehen können. Sie zeigen nicht nur Veranstaltungen oder Unterrichtsstunden, sondern vor allem Gesichter – Gesichter von Menschen, deren Glaube wächst und deren Leben sich durch eine bessere Kenntnis des katholischen Glaubens verändert.

Die Glaubensschule ist inzwischen in Afrika fest verwurzelt. Besonders stark spüren wir dieses Wachstum derzeit in Malawi, Südafrika und Tansania. Eine besondere Freude ist auch die Zusammenarbeit mit immer mehr Gemeinschaften von Ordensfrauen. Viele junge Frauen treten mit großer Begeisterung in ein Kloster ein. Sie bringen einen tiefen Sinn für den Glauben und ihre Berufung mit, haben aber oft kaum Gelegenheit gehabt, die Grundlagen des katholischen Glaubens wirklich kennenzulernen. Die Glaubensschule hilft ihnen dabei, dieses Fundament zu erwerben. So können sie ihr Ordensleben auf einer sicheren Grundlage aufbauen. Es erfüllt mich mit Freude, wenn ich sehe, mit welchem Eifer diese Novizinnen lernen und wie groß ihr Wunsch ist, Christus zu lieben.

Inzwischen werden durch unsere Programme Erwachsene in mehr als vierzig Diözesen Afrikas ausgebildet. Ich bitte Sie um Ihr Gebet für einen neuen Anfang: Wir hoffen sehr, bald auch in Kamerun mit der Glaubensschule zu beginnen, wo wir bis jetzt noch nicht vertreten sind. Möge der Herr uns die richtigen Türen öffnen und die notwendigen Mitarbeiter schenken.

Vielleicht fragen Sie sich, warum wir als Verein der Glaubensbildung einen so großen Stellenwert geben. Die Antwort ist eigentlich einfach. Afrika ist ein Kontinent, auf dem die meisten Menschen einen tiefen religiösen Sinn besitzen. Gerade deshalb leiden viele darunter, wenn ihnen grundlegende Kenntnisse des katholischen Glaubens fehlen. Diese Unkenntnis macht sie besonders anfällig für skrupellose selbsternannte „Propheten“, „Heiler“ oder „Prediger“, die den Aberglauben nähren, den Menschen Angst machen und vor allem das Geld der Armen suchen. Die beigefügten Fotos solcher Scharlatane zeigen leider keine Ausnahmeerscheinungen. Solchen Gestalten begegnet man vielerorts.

Die Glaubensschule versucht, dem etwas entgegenzusetzen – nicht mit Polemik, sondern mit guter katholischer Bildung. Wer seinen Glauben kennt, lässt sich viel schwerer täuschen. In diesem Sinn könnte man unsere Aufgabe mit einem einfachen englischen Satz zusammenfassen: „Keeping Catholics Catholic.“

In diesem Jahr konnte ich leider selbst nicht nach Afrika reisen. Die Arbeit in unserem Verein war so umfangreich, dass ich unmöglich mehrere Wochen unterwegs sein konnte. Umso dankbarer bin ich, dass unser französischer Mitarbeiter Louis die Reise nach Südostafrika an meiner Stelle übernommen hat. Er hat unsere Schulen besucht, Gespräche mit den Verantwortlichen geführt und viele der Fotos gemacht, die Sie in diesem Bericht sehen. Es ist eine große Freude, ein gutes Team zu haben!

Mit diesen erfreulichen Nachrichten möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass bei uns immer alles problemlos verläuft. Ich könnte Ihnen ebenso gut einen langen Brief über Schwierigkeiten, Rückschläge und Herausforderungen schreiben. Es gibt finanzielle Sorgen, organisatorische Probleme und immer wieder unerwartete Hindernisse. Manche Projekte brauchen viel mehr Geduld, als wir ursprünglich erwartet hatten. Aber trotz allem dürfen wir sagen: Die Arbeit geht voran. Dafür danken wir dem Herrn.

Obwohl ich diesen Brief vor allem Afrika widme, möchte ich keinesfalls den Eindruck entstehen lassen, dass sich in Lateinamerika nichts tut. Unsere Krankenversicherung für arme Priester entwickelt sich – endlich! – sehr gut. Das ist für uns alle eine große Erleichterung. Ebenso freut es mich sehr, dass sich die neue Pfarrei von Padre Pablo inzwischen stabilisiert hat. Viele von Ihnen erinnern sich sicher noch an den erschütternden Zustand, in dem sich Pfarrhaus und Gemeinde befanden. Dank Ihrer Hilfe konnte dort vieles erneuert werden, und heute ist die Pfarrei wieder lebensfähig.

Auch die Vollzeitkatecheten in Guatemala und El Salvador setzen ihre Arbeit treu fort. Sie sorgen dafür, dass die Kirche auch in entlegenen Gegenden präsent bleibt, in denen ein Priester oft nur ein- oder zweimal im Jahr die Gläubigen besuchen kann. Ihr Dienst geschieht meist fern der Öffentlichkeit, ist aber von unschätzbarem Wert.

Von Herzen danke ich Ihnen für Ihre Gebete und Ihre treue Unterstützung. Ich möchte Sie besonders bitten, für unseren geplanten Neubeginn in Kamerun zu beten. Ebenso empfehle ich Ihnen ein weiteres Vorhaben, das uns schon lange am Herzen liegt. Wir möchten die Glaubensschule künftig auch online anbieten. Dadurch könnten Menschen erreicht werden, die weit entfernt wohnen oder in ihren Diözesen noch keinen Präsenzkurs besuchen können. Gerade für Afrika wäre dies ein großer Fortschritt. Damit dieses Projekt Wirklichkeit werden kann, benötigen wir allerdings einen zusätzlichen hauptamtlichen Mitarbeiter, der sich langfristig um die digitale Entwicklung kümmern kann. Bitte beten Sie auch für dieses Anliegen.

Zum Schluss möchte ich noch einen sehr wichtigen Punkt ansprechen.

Um unsere Krankenversicherung für arme Priester überhaupt ins Leben rufen zu können, haben wir nahezu unsere gesamten finanziellen Rücklagen eingesetzt. Für zehn Priester konnten wir jeweils eine Jahresversicherung finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1.200 Euro pro Priester und Jahr. Diese Investition war notwendig und richtig – aber sie hat unsere Kassen fast vollständig geleert. Deshalb möchte ich Sie heute ganz herzlich bitten: Prüfen Sie, ob Sie uns helfen können. Unser Wunsch ist es, künftig nicht nur weitere Priester, sondern auch bedürftige Ordensfrauen krankenversichern zu können. Gleichzeitig müssen wir die finanzielle Grundlage unseres Vereins wieder stärken, damit wir auch zukünftige Projekte verantwortungsvoll beginnen können (ein ausführliches Video über dieses Projekt können Sie sehen, indem Sie auf die folgende Taste drücken).



Jede Spende – ob groß oder klein – hilft uns dabei. Vor allem aber danken wir Ihnen für Ihre Treue. Viele der Menschen, denen wir dienen dürfen, kennen Ihren Namen nicht. Aber sie profitieren täglich von Ihrer Großzügigkeit, und sie beten für ihre Wohltäter. Auch ich schließe Sie und Ihre Familien jeden Tag in meine heilige Messe und mein persönliches Gebet ein.

 

Mit meinem Gebet!

 

Father Robert

 

P.S. fast vergessen! Am Dienstag, 15. September feiern wir am Hauptaltar der Basilika von U.l. Frau von Guadalupe in Mexiko-Stadt unsere jährliche Messe für die Anliegen aller Freunde von KANELA, e.V. Sie sind herzlich eingeladen! Sollte sich aber der Weg als ein bisschen weit erweisen, können Sie der Messe online beiwohnen, in Echtzeit. Einfach die Taste unten drücken. Ihre Anliegen sind dabei!



 
 
 

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